Wie Sie die digitale Transformation erfolgreich meistern

Veröffentlicht am: März 02, 2021
“Die Digitalisierung muss vorangetrieben werden!” Dies hört man immer wieder in den verschiedensten Diskussionen, sei es beim Thema Bildung, Finanzen oder Administration. So richtig und wichtig diese Forderung ist, sollten wir uns doch auch darüber klar werden, was die digitale Transformation eigentlich beinhaltet. Daher soll es in diesem Artikel um die verschiedenen Handlungsfelder der Digitalisierung gehen sowie die damit einhergehenden Chancen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven.

Kennen Sie alle wichtigen Handlungsfelder der digitalen Transformation?

  • Im Geschäftsmodell sollte der IT-Bereich als mindestens gleichwertiger Zweig des Unternehmens ganz natürlich von Anfang an mit geplant werden.
  • Eine flexible und agile digitale Organisation des Unternehmens erhöht die Handlungsfähigkeit und generelle Resilienz bei Krisen.
  • Für Mitarbeiter ist es zentral, eine effektive Option für Home-Office zu haben, welche Raum für Kontaktaufnahme und Kommunikation bietet. Soziale Aspekte sind hier wichtig wie die Online-Meetingkultur, der Umgang mit technologischen Veränderungen, Internationalisierung und das Growth Mindset. Jeder Mitarbeiter sollte dabei die Zukunftsperspektiven des Unternehmens kennen und leben und hieraus die Möglichkeit ergreifen, Veränderungsprozesse selbst anzustoßen.
  • Eine vertrauensvolle und transparente Führung des Unternehmens ist eng verbunden mit dem digitalen Handlungsfeld der Mitarbeiter. 360 Degree Feedback ist davon ebenso ein Teil wie Vorbild zu sein in den digitalen Aspekten des Growth Mindest, der Meetingkultur und Internationalisierung. Eine gute Führung vereint die Komponenten von Modern Management und sorgt für die Etablierung eines Inclusive Leadership Styles.
  • Soweit nicht bereits vorhanden, ist spätestens jetzt die Zeit gekommen, Marketing und Vertrieb digital zu denken. Eine Onlinepräsenz ist unabdingbar, sei das über eine Website mit Online Shop, Online-Werbung, Social Media-Kanal oder eine Kombination dieser Optionen. Ein CRM wird zur zentralen Komponente im Vertriebsprozess rund um das Produkt und für die Kommunikation zum Kunden.
  • In der Produktion gilt es, flexible Lieferketten einzurichten und für den Ernstfall Ausfallmöglichkeiten zu kalkulieren. Eine dynamische Planung und Reaktion ist von Vorteil und das Thema der Automatisierung muss berücksichtigt werden. Industriespezifische strategische Ausprägungen, wie beispielsweise bei Industrie 4.0, sollte durch unterstützende Technologien weiter ausgebaut werden.
  • Im Supply-Chain Management verhält es sich ähnlich wie in der Produktion – eine agile Lieferkette sorgt für Flexibilität. Qualitätsgarantien und Proof of Origin bewirken eine gesteigerte Transparenz bei global wachsendem Nachhaltigkeitsbewusstsein.
  • Im zentralen Bereich für digitale Transformation, IT, braucht es ebenfalls professionell erstellte, agile Applikations- und Servicelandschaften. Kontinuierliche Innovation verlangt simple wie kreative Vernetzung, um eine Stabilität zu erzielen. Cloudbasierte Services und Plattformen wie SaaS, PaaS und IaaS helfen, das zu erreichen. Die Fertigungstiefe wird zunehmend verringert, was wiederum dazu führt, dass mehr Freiräume für innovative Veränderungsprozesse entstehen.
  • Nicht zuletzt ist durch digitale Transformation auch Expertise bei der Cyber Security von essentieller Bedeutung. Es geht darum, Sicherheitslücken schließen, die durch den ständigen technischen Fortschritt entstehen können. Auch hier können Sie sich bereits existierender Services vom Markt bedienen, um sich die notwendigen Handlungsfelder schnell und professionell aufzeigen zu lassen.

It is all about the harmony of People, Processes and Products and the capability to make courageous decisions.

Jana Bulkin, CEO of S2BConnected

 

Digitale Transformation: Auf diese Hürden sollten Sie vorbereitet sein

Im September 2019 stellte der Future Readiness Index von KPMG fest, dass die Mehrheit der deutschen Unternehmen positiv in die Zukunft blicken, jedoch der Bereich Risikomanagement in der Selbsteinschätzung einen Schlenker nach unten aufweist. Während 2018 noch 27 Prozent der Unternehmen Investitionen zur Anpassung an Veränderungen in der Weltwirtschaft tätigten, waren es in 2019 lediglich noch 18 Prozent. Und siehe da – kaum ein Quartal später sollte gerade dieser Aspekt komplett auf den Prüfstand gestellt werden. Da ist es nicht verwunderlich, dass knapp die Hälfte aller deutschen Unternehmen auf dem Index für 2020 angaben, Investitionen in die Akklimatisierung an Krisen und Konflikte von internationalem Ausmaß hätten hohe oder die höchste Priorität. Im Vorjahr entsprachen lediglich 13 Prozent der Unternehmen diesem Umstand.

Während die digitale Transformation durch die Krise gewissermaßen gezwungen war, im Eiltempo voran zu schreiten, gilt es nun, besonnen zu agieren und in zentralen Aspekten wie IT-Sicherheit und -Struktur nachzurüsten. Risiken und ausufernde Kosten müssen antizipiert und minimiert werden, während der digitale Arbeitsplatz auf Nachhaltigkeit und Effektivität hin optimiert werden sollte. Die Flexibilität, auf Krisensituationen entsprechend reagieren zu können, Pläne für einen Ausnahmezustand zur Hand zu haben und die richtige Balance zwischen Kooperation und Unabhängigkeit zu finden sind somit zentrale Herausforderungen für die digitale Transformation.

Experten-Tipp: Es braucht die Flexibilität, auf Krisensituationen entsprechend reagieren zu können und die Verfügbarkeit von Plänen für einen Ausnahmezustand. Die richtige Balance zwischen Kooperation, Geschwindigkeit, Flexibilität und Unabhängigkeit zu finden ist somit die zentrale Herausforderungen der Digitalisierung.

Das Erreichen dieser hängt jedoch auch stark von politischen Entscheidungen ab. Nicht immer sehen Entscheidungsträger den vorwärts drängenden Fortschritt so klar wie Experten es tun und aus diesem Grund wird die digitale Transformation in einer Vielzahl von Bereichen häufig an straffer Leine im Zaum gehalten. Mit dem Demografischen Wandel kommt eine Herausforderung einher, die sich schon vor Jahren angekündigte. Mit steigendem Durchschnittsalter der Gesellschaft und damit potenzieller Kunden geht eine Veränderung der digitalen Kundenbedürfnisse einher. Das erfordert nicht immer eine komplette Umstellung des Systems, jedoch verlangt es Weitsicht, um bereits getätigte Investitionen zu schützen. Eine Lösung ist es, Artificial Intelligence oder Machine Learning Technologie zu nutzen, was wiederum Predictive Maintenance und die Kundenbindung unterstützt.

Darüber hinaus verändern sich Kundenbedürfnisse auch ohne den demografischen Wandel kontinuierlich. Frische Trends kommen so schnell auf wie sie wieder verschwinden, weshalb hier eine fundierte Einschätzung darüber benötigt wird, was Zukunft hat; wo sich der Einsatz lohnt, und welche Trends sich schnell wieder verflüchtigen. Das Nachhaltigkeitsbewusstsein der Kunden hingegen kann heutzutage kaum noch als Trend bezeichnet werden – dieses hat sich besonders während des letzten Jahrzehnts manifestiert und sollte stets auch auf digitalem Level mitgedacht werden. Hier ist daher zweifelsfrei professioneller Einsatz gefragt, um allen Bedürfnissen gerecht zu werden und gleichzeitig dynamisch aufgestellt zu sein.

Aus Hürden Sprungbretter machen

Eben diese Herausforderungen lassen Chancen in den verschiedenen Handlungsfeldern für digitale Transformation entstehen. Auch hier lässt sich die Pandemie nicht mehr aus dem Big Picture herausnehmen. So waren die Restriktionen des Lockdowns gewissermaßen ein Katalysator für unternehmerischen Fortschritt im Bezug auf Arbeitsmodelle, –bedingungen und –trends sowie die allgemeine digitale Transformation, mit welcher eine resiliente Unternehmensgestaltung gegen Krisen einhergeht. Dieser Drive der digitalen Transformation lässt sich nutzen, um jene Unternehmensbereiche, die es hergeben, digital neu aufzustellen oder zu optimieren. Die wirtschaftliche Dominanz in verschiedenen Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz und Big Data sind international stark umkämpft, weshalb es sich für Unternehmen lohnt, technologischen Fortschritt sowie seinen Ursprung stets im Auge zu behalten und in die Strategie mit einzubeziehen.

Wagen Sie heute einen Blick in die Zukunft für digitale Transformation

Es ist sicherlich keine nagelneue Erkenntnis, wenn wir sagen, dass genau jetzt unsere Zukunft, das digitale Übermorgen gestaltet wird. Bei dessen Erfolg kommt es vor allem darauf an, ob, wie und welche aktuellen Chancen ergriffen sowie Herausforderungen gemeistert werden. Die daraus jeweils resultierenden Zukunftsvisionen könnten konträrer nicht sein. Im Falle weiterer Stagnation und schleppender Fortschritte stehen einige wenige Staaten oder Konzerne an der Spitze der globalen Macht, diktieren die Wirtschaft, digitale Transformation und den Fortschritt, während die Weltbevölkerung sich fügen muss. Oder aber es wird europa- und weltweit an einem Strang gezogen: Technologie steht im Dienst des Menschen statt andersherum, das Weltwissen ist allzeit frei zugänglich, gesellschaftliche Herausforderungen werden mithilfe von ethisch einwandfreier, nachhaltiger und effizient vernetzter Technologie gelöst.

Es ist nun somit an uns, letztere Vision zur Realität zu machen, an den richtigen Stellen Einfluss auf die digitale Transformation zu nehmen und damit unsere gemeinsame Zukunft zu gestalten.

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Über den Autor: Jana Bulkin

Über den Autor: Jana Bulkin

Jana Bulkin, CEO von S2Bconnected – unterstützt Unternehmen dabei, zu wachsen und zu wirken. Ihr Credo ist es, durch die Förderung von Interoperabilität nachhaltige Geschäftslösungen zu etablieren. Die Grundlage dafür bildet unter anderem ihre mehr als 20-jährige Erfahrung in IT Abteilungen der Versicherungs- und Finanzwelt. Sie implementiert Services und Technologien am Puls der Zeit, entwickelt standortübergreifende Teams mit einem interkulturellen Setup und unterstützt deren individuelle Weiterentwicklung. Ihr breit gefächertes Fachwissen und inspirierende Persönlichkeit basieren auf ihrer Lebenserfahrung und mehrjähriger Praxis im Ausland.

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