Unsere RPA-Seminar Teilnehmer:innen freuen sich über persönliche Erfolge

Unsere RPA-Seminar Teilnehmer:innen freuen sich über persönliche Erfolge

Was ermöglicht das RPA Seminar? Stellen Sie sich einmal vor: Ein toller Tag! Sie bekommen den neuen Job in der Stadt Ihrer Träume und schauen sich nach einer Wohnung um. Für diese haben Sie natürlich gewisse Ansprüche – gute Lage, geräumig, nicht zu teuer. Diese Daten geben Sie nun in einen Filter ein und bekommen als Resultat eine ergiebige Liste verfügbarer Immobilien inklusive aller relevanten Eckdaten präsentiert.

So einfach könnte die Wohnungssuche der Zukunft aussehen; kein Durchforsten unzähliger verschiedener Websites wäre mehr nötig. Was es dafür braucht? Innovative Ideen und das Know-How technisch versierter Menschen wie hier von den Seminar-Teilnehmer:innen Barbara Demendi, Markus Kudela und Aron Szabo, um die entsprechenden Prozesse automatisiert von Robotern durchführen zu lassen.

Wie kann ich mir ein solches Seminar vorstellen?

Roboter erleichtern schon heute zahlreiche Routine-Prozesse wie den obigen. Daher bekamen auch in diesem Semester 24 Studierende der Fakultät für Informatik und Mathematik im Sommersemester bereits zum dritten Mal die Möglichkeit, im Rahmen des Wahlpflichtfaches „Robotic Process Automation“ herauszufinden, welche ungelösten Probleme es in diesem Bereich gibt, um dafür automatisierte Prozessabläufe zu kreieren.

Anfangs erfolgt eine theoretische Einführung in die Thematik. Relativ schnell geht es jedoch ans Eingemachte: Die Studierenden lernen das UiPath Tool kennen und finden sich in mehreren Kleingruppen zusammen, um Lösungen für reale Use Cases zu entwickeln. In der letzten Online-Sitzung des Semesters stellten die sie dann ihre Ergebnisse in einem Pitch vor.

Dazu gehört die Erklärung, wie sie beim Programmieren des Roboters vorgegangen sind und weshalb die von ihnen gewählte softwarebasierte Umsetzung sinnvoll ist. Doch mit dem rein technischen Part ist es nicht getan; die Projekte sollten auch möglichst in der realen Arbeitswelt bestehen können. Daher war die Entwicklung dazu passender Geschäftsmodelle inklusive Wirtschaftlichkeitsberechnung ebenfalls ein Thema der Vorträge.

Die Seminar-Projekte

  1. Amazon Invoice Automation: Vereinfacht den Nachweis versteuerbarer Anschaffungen über Amazon durch automatisierte Rechnungserstellung. Von Nina Grabow, Philipp Keidler & Markus Vierheilig.
  2. Order Automation Industry: Bestellprozess ist fehleranfällig, zeitaufwändig und kostenintensiv, automatisierte Lösung löst diese Probleme & vereinfacht Dokumentation. Von Oglou Oumout Giasar, Tolga Kayapinar & Teodora Pencheva.
  3. Payroll Automation: Gehaltsabrechnungen werden automatisch erstellt, da gerade in Kleinbetrieben diese Aufgaben noch einzeln manuell durchgeführt werden, was Zeit kostet und fehleranfällig ist. Von Dominik Moelter & Daniel Richter.
  4. Filter Bot: Automatisierte Rechnungserstellung für den Großhandel, der verschiedene Rechnungen & Positionen übersichtlich und automatisch auflistet. Von Enes Aksakal & Ganna Minakova.

 

  1. Immo Robo: Siehe obiges Szenario. Von Barbara Demendi, Markus Kudela & Aron Szabo.
  2. Know-Your-Customer Check: Untenstehend näher beschrieben. Von Marc Hennig, Lisa Kothgasser & Pia Lippert.
  3. Point-of-Sale Roboter: Ähnlich wie Team 2 haben sich Athanassios Fuqi, Manuel Genster & Susanne Moelter dem automatisierten Bestellprozess gewidmet, jedoch im Warenhandel statt in der Herstellungsindustrie.
  4. Dormatically: Automatisierte Verifizierung von Mietzahlung studentischer Wohnungseinrichtungen, um den Prozess schneller und weniger fehleranfällig zu gestalten. Von Mateo Rodic, Promwat Angsuratanawech & Enis Tola.
  5. Email Customer Support: Siehe untenstehend beschrieben. Von Doan Pham Yen Oanh, Paulina Fessl, Kerem Oeztuerk.

Die praxisnahe Einführung in UIPath hat mir die Möglichkeit gegeben einen guten Überblick über das Thema Robotic Process Automation zu gewinnen. Die Arbeit im Team war tolle und praxisnahe Ergänzung zum Seminar.

Marc Hennig, Seminarteilnehmer & Student der Wirtschaftsinformatik

 

Welchen Herausforderungen haben sich die Studierenden gestellt?

Der Pitch der studentischen Projekte am Ende des Seminars war spannend. So wählte beispielsweise das Team aus Marc Hennig, Lisa Kothgasser und Pia Lippert den Use Case von Unternehmen, welche sich einem Audit unterziehen müssen. Diese sind per Gesetz dazu verpflichtet, Daten über ihre Geschäftskontakte bereitzustellen, zu analysieren und auszuwerten, um Betrug auszuschließen. Mit dem “Know-Your-Customer” Roboter soll dies vereinfacht werden, da er automatisch die Identitätsprüfung, und alle weiteren relevanten Daten dokumentiert und bewertet.

Jana Bulkin als Lehrbeauftragte sowie der IT-Spezialist Francesco Menniti von der integrationWorks GmbH bewerteten anschließend die studentischen Konzepte. Die Dozentin betont, wie hoch der generelle Standard aller Seminar-Projekte war. Die Studierenden freuten sich über das theoretische Wissen, für welches sie dann gleich praktische Anwendung finden konnten. So haben Dominik Möltner und Daniel Richter eine automatisierte Lösung für die Erstellung von Lohn- und Gehaltsabrechnungen entwickelt, da diese ein perfektes Beispiel wiederkehrender, regelbasierter und strukturierter Prozesse darstellt.

Aber auch alle anderen Use Cases können sich sehen lassen. Da gibt es zum Beispiel den Roboter, der bei der automatisierten Inventur nach einer Verkaufsabwicklung in einem Warenhaus hilft oder den Chat-Bot, der im Customer Support selbstständig filtert, ob und wie er selbst Fragesteller:innen helfen kann und im Zweifelsfall die Anfrage weiter leitet.

Dies sind nur vier der insgesamt neun Projekte, deren Qualität den Genannten in Nichts nachsteht, jedoch den Rahmen hier sprengen würden. Das super Ergebnis zeig uns wieder einmal: So muss praxisnahes Lehren und Lernen aussehen.

All diese Projekte sind tolle Ideen, die das Potenzial in sich tragen, den Arbeitsalltag signifikant zu erleichtern. Ein voller Erfolg für alle Beteiligten. Wenn auch Sie sich in diesen Themen bei einem Seminar oder Workshop weiterbilden möchten oder bereits reale Vorstellungen von den zu automatisierenden Prozessen haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren – wir helfen Ihnen gern bei der Realisierung und verbinden Sie mit den jeweiligen Expert:innen.

Wir verraten, warum sich ein Hackathon für Sie lohnt

Wir verraten, warum sich ein Hackathon für Sie lohnt

Sie haben noch nie von Hackathons gehört? Das Wort setzt sich zusammen aus ‘Hacking’ und ‘Marathon’. Dabei geht es jedoch nicht etwa um Datenklau – es ist ein Event, das klassischerweise 48 Stunden dauert. Dabei schließen sich Software-Entwickler verschiedener Fachrichtungen und auch Grafikdesigner, Projektmanager sowie andere technisch affine Fachexperten zusammen, um zu einer bestimmten Fragestellung Lösungen zu finden. Das Ziel ist es, zum Ende der Veranstaltung eine “lauffähige” Soft- oder Hardware kreiert zu haben, bei der alle Beteiligten ihren Input geben konnten.

Wer profitiert von Hackathons?

Schulen

Als Schule können Sie zum Beispiel das Thema Digitalisierung aktiv angehen, die Schüler in den Ideen-Prozess integrieren und sogar in die Verantwortung nehmen. Möglicherweise fassen Schüler hier sogar schon einen ersten Entschluss bezüglich des zukünftigen Berufswunsches. Es ist wichtig, den Scope und die technische Tiefe anzupassen und zu beachten, dass es sich „nur“ um Ideation Prozesse beispielsweise mit der Unterstützung durch Design Thinking handeln könnte. Das muss kein Wochenend-Projekt sein, sondern kann auch in Form einer AG angeboten werden und über das gesamte Schuljahr oder in den Sommerferien als rein fakultative Veranstaltung mit erweiterten Rahmenprogramm in einem Camp abgehalten werden.

Universitäten

Student:innen bekommen Einblicke in die reale Arbeitswelt, praktische Erfahrung, können Fähigkeiten zeigen unter Aufsicht erproben und potenziellen Arbeitgeber:innen unter Beweis stellen. Universitäten und Hochschulen, welche Praxis mit Theorie zusammenbringen schaffen einen Mehrwert; im Rahmen ihrer Wahlpflichtveranstaltungen kann dies das Lehrangebot erweitern und den Student:innen Best Practice kombiniert mit der praktischen Erfahrung in Projekten für entsprechende Schlüsseltechnologien nahebringen. Dies ist auch im Rahmen einer Wochenend-Veranstaltung oder als Summerschool-Angebot in den Semesterferien fakultativ für 1-2 Wochen möglich.

Firmen & Organisationen

Fragestellungen werden innovativ bearbeitet mit Zielorientierung und konkreten Ergebnissen. Hier ist die Idee, dass Firmen entsprechende Challenges formulieren inklusive der firmenspezifischen technischen Rahmenbedingungen und diese zu einem Hackathon ausschreiben. Das geht sowohl rein intern, um Mitarbeiter anzuregen, aktiv die Zukunft und Veränderung der Organisation mitzugestalten, sich mit neuen Technologien auseinanderzusetzen und so zu sehen, ob dies ein Thema für berufliche Weiterbildung sein könnte (interner Job-Markt). 

Aber auch eine externe Ausschreibung an Universitäten, IHKs oder ganz öffentlich, um im Zuge dessen Ideen zu sammeln für mögliche Fragestellungen bis hin zum Recruiting ist sinnvoll. Gerade auch innerhalb einer dualen Ausbildung eröffnet dies die Möglichkeit, diese durch einen Hackathon als firmenspezifischen Praxisteil zu erweitern, um so Motivation und Wissensaufbau positiv zu beeinflussen und zu incentivieren. Wer weiß – möglicherweise finden Sie ein Team oder StartUp, welches zum Unternehmen passt, woraus eine Art dynamischer Innovation-Hub entstehen kann.

6 Vorteile von Hackathons

  1. Dedizierte Herangehensweise an eine herausfordernde Problemstellung → keine Ablenkung durch Geschäftsalltag
  2. Fachleute verschiedenster Richtungen arbeiten zusammen → jede:r weiß direkt, woran gearbeitet wird, keine Verzögerung der Kommunikationswege
  3. Zusammenarbeit von Mitarbeiter:innen, die sonst nicht viel kooperieren → Stärkung des Team-Gedankens
  4. Verständnis für die notw. Rollen in einem Team, um ein Produkt und/oder Lösung zu entwickeln → besseres Verständnis des Big-Pictures
  5. Mitarbeiter:innen kommen in Kontakt mit ihnen vorher unbekannten Fachthemen → Erweiterung des persönliches Kenntnisstands
  6. Kooperation mit z.B. Universitäten kann für Recruiting und Screening genutzt werden → frühe Bindung potenzieller künftiger Jobanwärter:innen

Was hat S2BConnected mit Hackathons zu tun?

concept hackathon

Hackathons entsprechen absolut unserem ‘Connected’-Motto: Wir helfen Ihnen bei der Vernetzung für eine innovative Lösungsfindung. Denn wie wir sehen, profitieren alle Seiten der Hackathon-Teilnehmenden von diesem Event. Für die Planung und Organisation jedoch braucht es einiges an Kenntnis über die Abläufe eines solchen Unterfangens.

Darüber hinaus ist es von Vorteil, gute Kontakte zu verschiedensten Fachleuten zu haben, um möglichst breit und spezialisiert aufgestellt zu sein. Durch die langjährige Praxis in der Softwarebranche bringen wir diese Netzwerke mit und stellen Sie in den Dienst Ihres Fortschritts.
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Wie läuft ein Hackathon ab?

Vor- als auch Nacharbeit muss geleistet werden: sowohl unter Anderem die Definition des Scopes, des Angebots und die Anpassung der technologischen Plattform im Vorhinein als auch im Nachhinein eine Evaluierung des Events, die Durchführung spezieller Trainings und der Kommunikation für die jeweiligen Kanäle. Bei diesem Vorgehen begleiten wir Sie gern. Wenn es dann ans Eingemachte geht, ist der generelle Ablauf wie folgt:

 

Durchführung eines Hackathons

  1. Agenda definieren & kommunizieren
  2. Rollenverteilung: Keynote Sprecher:innen, Mentor:innen und Jury-Mitglieder:innen
  3. Verschiedene Programmpunkte:
    • Anweisungen
    • Bootcamp
    • Zusammenkommen im Plenum
    • Motivation der/s Teams
    • Evaluierung der/s Teams
    • Matching eines Lösungsvorschlags
    • Kommunikation in Richtung Sponsoren, Kunden und Team/s
  4. Leistungen anerkennen, zelebrieren und genereller Austausch, Networking

Mal angenommen…

… Sie haben den Wunsch, ihre Lieferketten transparenter und nachverfolgbar zu gestalten und ziehen dafür die Blockchain-Technologie in Betracht. Es lohnt sich nun, einen Hackathon diesbezüglich durchzuführen. Wir können dies für Sie in die Wege leiten, beispielsweise in Kooperation mit unserem Partner MorpheusLabs Pte. Da ist dann für alle was dabei: Wer die Skills nicht schon mitbringt, kann an Workshops teilnehmen, es kann Wettbewerbe in Teams zu bestimmten Use Cases geben. So startet der Ideation Prozess und die Sache kommt in Bewegung, um ein erstes Minimum Viable Product (kurz MVP) zu schaffen.

Neugierig geworden? Kommen Sie gern auf uns zu für eine unverbindliche Beratung. Wir freuen uns, mit Ihnen innovativ zu werden.

Bleiben Sie beweglich: Agiles Produktmanagement als Innovationsmotor

Bleiben Sie beweglich: Agiles Produktmanagement als Innovationsmotor

Was Ihre Kund:innen sich wünschen, ist ein solides Produkt, das ihren Vorstellungen gerecht wird und das Leben erleichtert. Um dies zu gewährleisten, sollten Sie sich eingehend mit den verschiedenen Seiten des Produktmanagements befassen. Agiles Produktmanagement verfolgt mit verschiedenen Schritten einem Plan, der sich an Ihrer Vision orientiert und trotzdem flexibel auf neue Kund:innenanforderungen eingeht. Mit sauberer Vorgehensweise meistern Sie diese Aufgabe. Denn jede Innovation braucht ein Framework. Wir wollen hier zunächst vorstellen, welche Schritte zu unternehmen sind und daraufhin drei Beispiele aus der Praxis vorstellen, die verschiedene Kernpunkte der Entscheidung für eine Herangehensweise illustrieren.

Schritt für Schritt zum erfolgreichen Produkt

Dort wo Kund:innen, Technologie und Unternehmen aufeinander treffen, geht es um agiles Produktmanagement, wie wir es hier beschreiben. Um in diesem Dreieck eine Balance zu halten, sollten Sie ein Rahmenwerk definieren, das Sie hierbei unterstützt:

  1. SELBSTANALYSE: Befassen Sie sich eingehend mit Ihrem spezifischen Marktsegment, lernen Sie die Konkurrenz kennen und definieren Sie Ihre Nische.
  2. KUND:INNENANALYSE: Lernen Sie Ihre Kund:innen kennen. Welche Herausforderungen und Probleme treten ihnen entgegen und welche Lösungen würden diese sich wünschen?
  3. PROBLEMANALYSE: Hier geht es darum, die Herausforderungen der Kund:innen genauer zu betrachten und sie zu validieren. Dazu lassen sich verschiedene Kriterien evaluieren:
    • Ursachenforschung: Stellen Sie Fragen, beispielsweise orientieren Sie sich anhand der 5-Warum Fragentechnik, um an die Quelle eines Problems zu kommen, so dass Sie mehr machen können als reine Symptombekämpfung.
    • Häufigkeit: Finden Sie heraus, mit welcher Frequenz Ihre Kund:innen die untersuchte Problematik erleben.
    • Ausmaße: Bestimmen Sie das den Anteil Ihres Zielmarkts, der das Problem regelmäßig erlebt und dadurch eingeschränkt ist.
    • Messbarkeit: Stellen Sie eine Beispielrechnung auf, um Kosten & Nutzen für Kund:innen quantifizierbar zu machen.
    • Aktualität: Prüfen Sie Ihr spezifisches Marktsegment auf neue Entwicklungen und prognostizierte Trends.
  4. LÖSUNGSFINDUNG: Dafür entwickeln Sie Ihren Umsetzungsplan und gehen anhand messbarer Kriterien vor.
    • Rangordnung: Priorisieren Sie, welches Problem am dringlichsten zu beheben ist und dessen Lösung daher den größten Nutzen hat. Die Entscheidung fällen Sie durch die Evaluation des Kund:innennutzens, des Implementierungsaufwands, der Gewinnchancen sowie des benötigten Arbeitsaufwands/-fähigkeiten, etc.
    • Zeiteinteilung: Definieren Sie Meilensteine, einen Zieltermin und erstellen Sie einen detaillierten Plan inklusive geschätzter Dauer der verschiedenen Schritte für die Durchführung – dies hilft gleichzeitig dabei, die Vorstellungen nochmals zu qualifizieren und unter Umständen den Scope anzupassen.
    • Kommunikation: Kreieren Sie eine Story für Ihre Kund:innen und visualisieren Sie diese. Dazu definieren Sie die Endverbraucher:innen, stellen sein Problem heraus, beschreiben die Vorteile bei der Nutzung Ihres Produkts und kennen die Voraussetzungen für eine hohe Akzeptanz am Markt.
  5. DURCHFÜHRUNG: Halten Sie sich an Ihren Zeitplan und werden Sie aktiv.
    • Most Viable Product: Erstellen Sie das MVP und validieren Sie dessen Schlüsselfunktionen. Sammeln Sie auch Nutzer:innen-Feedback, um die Prognosegenauigkeit und die Auswirkungen zu bemessen. Dauer etwa 1 – 2 Monate gemäß des Think Big – Start Small Ansatzes.
    • Marketing: Planung und Set-Up der verschiedenen Tools für die Interaktion mit Kund:innen (Verkauf, Support, Kund:innenorientierung). Dauer etwa 2 – 4 Monate.
    • Wiedereinführung: Verfassen Sie Ankündigungen, ermitteln Sie Schlüsselkund:innen erkennen Sie Support-Engpässe. Wie gestaltet sich die Nutzung Ihres Produkts?
    • Statistiken: Bereits mit der ersten Stufe der Markteinführung gilt es, Daten zu sammeln. Welche Rückmeldung kommt von Ihren Kund:innen? Stellen Sie Kriterien zusammen für Key Performance Indicators (KPIs), um Funktionsanforderungen anpassen, Verbesserungen durchführen und flexibel auf potentielle Veränderungen des Marktes reagieren zu können.
  6. REVISION: Prüfen Sie die Fortschritte regelmäßig anhand messbarer Daten, um Verbesserungen vorzunehmen.
    • Kontrolle: Verfolgen Sie die KPIs, um zuvor festgelegte messbare Indikatoren datenbasiert zu überprüfen. Die Ergebnisse werden festgehalten und visualisiert.
    • Defizite: Planen Sie Verbesserungen anhand von Prognosegenauigkeit, Daten über die Nutzer:innenbindung und deren Feedback sowie die Zahl der kritischen Defekte.

Agiles Produktmanagement in der Praxis

In großen Unternehmen ist es immer eine Herausforderung, agiles Produktmanagement zu gestalten, besonders wenn sich die Planungs- und Kostengesichtspunkte hauptsächlich an einem Standardvorgehen orientieren. Beispielsweise wenn Mittelwert-, Portfolio- und Projektauswertungen etwa einmal im Jahr evaluiert und den jeweiligen Clustern zugeordnet werden.

agiles produktmanagement budgetplanung

Das für Innovationen bereitgestellte Budget richtet sich in der Regel nach den für die Wartung und den laufenden Betrieb notwendigen Kosten. Um die Schere des für Innovation verfügbaren Budgets einerseits und dem für den laufenden Betrieb andererseits gering zu halten, sind Konsolidierungs- und Housekeeping-Maßnahmen die Voraussetzung. So gilt es, Anforderungen des Business wie die notwendigen Anpassungen, die von der IT-Abteilung nach einem Top-Down- und Bottom-Up-Ansatz gleichzeitig zu realisieren sind, zu beachten. Dort müssen nun frühzeitig entsprechende Spielräume mitgeplant werden, um essentielle Veränderungen direkt zu veranlassen. Dadurch vermeiden Sie es, Projekte aufschieben oder notwendig Geplantes herunter priorisieren zu müssen. Saubere Portfolio- und Projektplanung sollten hier durch ein agiles Produktmanagement ergänzt werden.
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Experten-Tipp: Wenn Sie Pläne verfolgen, die große Auswirkungen auf Ihr Endprodukt haben, brauchen Sie hier eine klare Vision und Mission, um möglichst früh mit dem Stakeholder:innen-Alignment beginnen zu können.

Bei einem Produkt, das lediglich einem spezifischen Bereich oder einer einzelnen Funktion dient, gestaltet sich agiles Produktmanagement etwas einfacher als bei solchen, welche die Organisation auf globalem Level bestimmen und hier die Produkt Ownership nicht im Business sondern auf Seiten der IT liegt. Dies macht Sinn, da diese Services als sogenannte Plattformen und Infrastruktur bezeichnet werden und so Synergien cross-divisionaler Natur schaffen sollen. Das macht eine Planung mit einem divisionalen Top-Down Planungsprozess nicht unbedingt einfacher.

Wenn hingegen die Auswirkungen so bedeutend sind, dass mehr oder weniger Ihr komplettes Team involviert sein muss, so sind Änderungen, die sich auf tatsächliche Endanwender:innen auswirken, schwer mit der Anpassung Ihrer Plattform in Einklang zu bringen. Der Aufwand umfasst eine herausfordernde Abstimmung zwischen Ihren Stakeholder:innen, die bereits Ihre Plattform nutzen, deren neue Anforderungen und obendrein potentiellen neuen Kund:innen, die gleichzeitig versorgt werden wollen.

1. Beispiel: Agiles Produktmanagement für unternehmensweite Services

Abhängig vom Service Design kann agiles Produktmanagement von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden, welche für die Planung beachtet werden müssen. In der Regel vereinen Services eine Vielzahl von Produkten und Technologien, die alle ihrem eigenen Lifecycle unterliegen. Wenn es dann zusätzlich zu einem generellen Architekturwechsel bei einer der Kernkomponenten kommt, stellt sich die Frage nach Aufwand und Nutzen, da dies unter Umständen auch massive Migrationsaufwände nach sich ziehen kann.

Hier macht es Sinn für Sie, sich darüber Gedanken zu machen, ob ein genereller Plattformwechsel möglicherweise kostengünstiger und zudem innovativer sein kann. In diesem Fall müssen Sie eine frühzeitige Information des Anbieters über diese großen Auswirkungen und eine gute Zusammenarbeit veranlassen, um das notwendige Budget zu allokieren und dessen Auswirkungen auf die gesamte Projekt- und Portfolioplanung proaktiv anzugehen. Nehmen Sie sich diese Zeit, um Stakeholder-Awareness zu generieren. Nach der Zuweisung des Budgets an den Service Eigentümer kann das Projekt für diese Veränderung beginnen.

Big Bang Ansätze sind hier möglicherweise nicht zielführend; ein agiles Produktmanagement bei der Einführung der neuen Architektur sollte in diesem Fall den Ansatz verfolgen, Prozess für Prozess voranzugehen, wenn der Service mit mehreren E2E-Prozessen verbunden ist, welche Auswirkungen auf die B2C-Zufriedenheit haben. Die Plattform selbst und die Vorbereitung des Backends folgen dann eher einem klassischen Einführungskonzept. Daraus ergibt sich ein “agiler Wasserfall-Ansatz” – hybride Ansätze sind für das Lifecycle Management von kritischen Unternehmensservices oft die besseren Konzepte.

The key is not to prioritize what’s on your schedule, but to schedule your priorities.

Stephen R. Covey, Autor und Management-Experte

 

2. Beispiel: Agiles Produktmanagement E2E für einen externen IT-Provider mit übergreifender Cloud-Philosophie

Agiles Produktmanagement aus Sicht der Entwickler:innen sollte einige Voraussetzungen erfüllen:

  • Verfolgen Sie eine „DevOps“-Philosophie, oder sorgen Sie dafür, dass zumindest einige selbstverwaltete Services aus der Sicht des Product Owners vorhanden sind.
  • In der Infrastruktur sollten genügend freie Ressourcen zur Verfügung stehen und horizontal skaliert werden, um nicht von Anfang Innovationen durch Mangel auszubremsen.
  • Eine nutzenbasierte Verrechnung auf Applikationsebene bringt System Owner in die Kostenverantwortung um gewissenhaft mit den zur Verfügung gestellten Ressourcen zu handeln.
  • Mittlere Ressourcenpools sollten mit etablierten Housekeeping-Services zur Verfügung stehen.

Sind diese Grundpfeiler etabliert, so ist die Basis für eine agile Entwicklung in einem ersten Schritt geschaffen. Ein weiterer Punkt ist das Bewusstsein über die Verantwortung und Akzeptanz, dass Fehler möglich sind und eine interne Servicekultur mit Serviceverantwortung etabliert werden sollte. Reviews durch interne Auditoren und Security sollten einen Mehrwert darstellen und keine Ängste erzeugen, wenn ein Problem gefunden wird. Ein Service-Katalog innerhalb der Organisation kann helfen. Es ist lohnenswert, wenn sich ein zentrales Architektur-Team um die Strategie kümmert, das beim Produktportfoliomanagement durch entsprechende Prozesse unterstützt. Vermeiden Sie eine Heldenhaltung der (Full-Stack) Entwickler:innen, denn in komplexen Organisationen kann niemand alles wissen und zudem ist es unserer Ansicht nach äußerst schädlich für den Teamgeist.

Sorgen Sie dafür, dass Kommunikations- und Kollaborationsplattformen eingerichtet sind, um das agiles Vorgehen zu unterstützen. Dies gibt Kund:innen die Möglichkeit, Anforderungen zu stellen und das Produktmanagement ist in der Lage, zu kommunizieren und über die neuen Features zu sprechen. Die gesamte Organisation sollte als Team mit klar definierten Verantwortlichkeiten agieren. Hier ist es vielleicht auch möglich, dass Sie sich einmal Gedanken über den Lean-Ansatz machen, da bei diesem auch das Lernen von Bedeutung ist. Um diesen Lean-Ansatz geht es auch in einem unserer anderen Artikel: So feiern Sie Erfolge in der VUCA World.

3. Beispiel: Agiles Produktmanagement in einem IT-Beratungsunternehmen für tech-affine Startups (1. Schritt in eine Produktverantwortung)

IT-Berater:innen in eine Product-Owner Haltung zu begleiten, ist eine herausfordernde Aufgabe. Oft kennen diese zwar die Philosophie der agilen Produktentwicklung, aber sie verstehen das Projektmanagement (das Vorgehen, was bis wann zu tun ist) nicht zu 100%. Das liegt daran, dass die Mehrheit der IT-Consultants es gewohnt sind, Anweisungen von außen zu bekommen. Sie werden beauftragt, die Implementierung nach möglicherweise bereits festgelegten Standards der Auftraggeber:innen durchzuführen. Bei der Testung und Freigabe des Produkts sind sie meist schon nicht mehr involviert und werden auch hier letztendlich nicht mit den Kund:innen in Kontakt kommen.

Diese Problematik hat nichts mit ihrer persönlichen Einstellung zu tun, sondern liegt eher in der Natur der Sache. Consultants suchen nach der für sie am besten scheinenden Lösung, womöglich ohne sich Gedanken über Wartungs- und Kosteneffekte sowie Skill- und Wissenstransfer zu machen. Daher könnte das essentielle Mindset der vollen Verantwortungsübernahme aus Sicht des Product Owners noch nicht voll vorhanden sein. Dass dies nicht von heute auf morgen kommt, ist völlig logisch. Es ist daher gut möglich, dass das Management eine Entscheidung treffen muss. Solche Themen sind normalerweise jedoch nicht Teil des Ansatzes der agilen Produktentwicklung, auch wenn das ein Parameter ist, um ein Produkt aus einer 360-Grad-Perspektive zu managen.

Somit kann es auch hier sinnvoll sein, den Lean-Ansatz zu verfolgen, bei dem Scheitern erlaubt ist und eher als Lernmöglichkeit denn als Misserfolg verstanden wird. Die gesamte Organisation inklusive Management und Führungsstil sollte darauf angepasst werden und Unterstützung suchen, wenn der Wechsel von einem reinen IT-Beratungsunternehmen zu einem Unternehmen mit Product Ownership vollzogen werden soll.

Ihr Produkt ist Ihr Aushängeschild. Wie es funktioniert und welchen Anklang es findet, entscheidet zu einem großen Teil den Erfolg Ihres Unternehmens. Diese Kriterien lassen sich durch eine vorher eingehend geplante Vorgehensweise und Diversität im Team beeinflussen. Werden Sie sich bewusst darüber, was Sie erreichen wollen, welche Stellschrauben dafür notwendig sind und welcher Ansatz am besten dafür geeignet ist.
Produkte werden von Menschen (Personen) geschaffen und werden durch Technologie unterstützt – PPT, dies sind die drei wichtigsten Parameter für eine erfolgreiche Produktentwicklung.

Blockchain Use Cases: Ein 10-Schritte-Plan zur erfolgreichen Implementierung

Blockchain Use Cases: Ein 10-Schritte-Plan zur erfolgreichen Implementierung

Sie wissen bereits, was Blockchain ist und was es kann? Wunderbar! Dann wollen wir Ihnen nun zeigen, welche Schritte Sie zur erfolgreichen Implementierung führen. Um zuvor einmal die Grundlagen aufzufrischen, können Sie unseren Artikel Blockchain: eine Antwort auf Ihre Frage zur Digitalisierung lesen. Hier soll es jetzt darum gehen, welche Use Cases es gibt, wie Sie diese erkennen und weiter vorgehen.

Die Frage der Fragen: Wer sind Sie?

Bevor es an die tatsächliche Planung geht, ist es gut, wenn Sie sich der Positionierung Ihres Unternehmens am Markt und der sich daraus ergebenden Handlungsalternativen bewusst sind. Wer sind Sie, was wollen Sie und was sind Sie in der Lage zu leisten? Denn es gibt nicht die eine Strategie für alle Unternehmen und bei allen Herangehensweisen zeigen sich sowohl Vor- als auch Nachteile. Dabei sei darauf hingewiesen, dass Blockchain noch in den Babyschuhen steckt und diese aus Erfahrung gewonnen Einsichten eher als Tendenzen zu betrachten sind, denn als feststehende Regeln.

Experten-Tipp: Think Big, Start Small – es lohnt sich, Gedanken zu Ihrem Big Picture zu machen. Dies gilt es, in eine Story zu betten und zeitnah mit einem Minimum Viable Product an den Markt zu gehen. Dort lässt es sich auf Umsetzbarkeit überprüfen und die Weiterentwicklung kann mit Hilfe einer Produkt-Roadmap offen kommuniziert werden.

10 Schritte zur erfolgreichen Implementierung

In der Erstellung unseres 10-Schritte-Plans haben wir uns grob orientiert an Tiana Laurences Blockchain für Dummies. Es vermittelt neben den Einsatzmöglichkeiten und der Wahl des Use Cases auch Wissen über die verschiedenen Plattformen, die profitierenden Branchen und bereits existierende Blockchains. Doch nun geht es ans Eingemachte: Das Vorgehen für die Implementierung lässt sich grob in zwei größere Abschnitte teilen: zum Einen die Auswahl eines geeigneten Use Cases und zum Anderen die Vorarbeit für die tatsächliche Implementierung des ausgewählten Falls.

 

Identifizieren Sie Use Cases

  1. Wird Blockchain einen Mehrwert für Ihr Unternehmen bringen?

Stichwort Einführung: Schaffen Sie das Bewusstsein und ein generelles Verständnis für den Mehrwert und die Möglichkeiten von Blockchain. Falls Sie sich nicht sicher sind, führen Sie zunächst einen Workshop durch.

  1. Welche Störfaktoren und Verzögerungen gibt es im Geschäftsablauf?

Stichwort Selbstanalyse: Prüfen der Unternehmensprozesse auf Ineffizienzen und vor allem auf Prozessschritte, die zu Verzögerungen, Frustration, Fehlern und/oder redundanter Arbeit führen. Überlegen Sie, wo Sie hinwollen. Vor welchen Herausforderungen stehen Sie im Hinblick auf Ihre aktuellen Transaktionsnetzwerke?

  1. Welche passenden Einsatzmöglichkeiten ergeben sich für Blockchain?

Stichwort Orientierung: Erkennen Sie, in welchen Fällen Blockchain zu Ihrer Prozessoptimierung beitragen kann. Schauen Sie sich dazu die verschiedenen Eigenschaften von Blockchain an, z.B. solche, die Ineffizienzen, Redundanzen und hohe Kosten beheben.

  1. Welcher Anwendungsfall ist für den Einstieg am besten geeignet?

Stichwort Einfachheit: Zum Einstieg sollte es ein weniger komplexer Use Case sein (z.B. ein bestimmter Service innerhalb Ihrer zuvor ermittelten Engstellen), der einen Wertzuwachs für Ihr Unternehmen hat. Legen Sie mithilfe des S.M.A.R.T. Prinzips bereits genaue Ziele fest, die Sie erreichen wollen. Der Use Case muss anhand der Kriterien Konsens, Herkunft, Unveränderlichkeit, Distributed Ledger Technology evaluiert und festgelegt werden.

Blockchain technology has such a wide range of transformational use cases, from recreating the plumbing of Wall Street to creating financial sovereignty in the farthest regions of the world.

Perianne Boring, Gründerin und Präsidentin der Digital Chamber

Erstellen Sie einen Implementierungsplan

Mit dem ausgewählten Use Case im Hinterkopf machen Sie sich nun an die Arbeit, alle notwendige Vorarbeit für die Implementierung zu leisten.

  1. Wie ist das Ziel für Ihr Blockchain-Netzwerk definiert?

Stichwort Storytelling: Das Ziel für Ihre Initiative muss klar definiert und messbar sein. Was ist das Problem, das Sie lösen werden und welche Verbesserungen werden Sie für Ihr Unternehmen erreichen, welchen Prozess optimieren, welches Problem beheben? Nehmen Sie sich Zeit, um ihre Story gewinnend zu formulieren, damit alle Stakeholder Ihre Neuerungen verstehen und sie mittragen kann. Schaffen Sie eine positive Team-Stimmung. Dieser Schritt läuft parallel zu allem folgenden Schritten.

  1. Wo entstehen möglicherweise Abhängigkeiten?

Stichwort Planung: Im Vorhinein auch an Hindernisse in der Zukunft denken und eliminieren. Sie identifizieren alle Ressourcen und können bereits einige Aktivitäten für die Zeit nach der Implementierung angehen. Richten Sie Ihr Projekt sauber ein, beginnen Sie mit einem Kick-Off, bei dem Sie ein entsprechendes Onboarding des Teams durchführen. Werkzeuge: BPMN, Solution Architecture, Capability Landscape, Agile Project Management, Trainings & Workshops.

  1. Wie schneiden Ihre Blockchain-Plattformen und -Provider in einer Bewertung ab?

Stichwort Best Fit: Sie identifizieren Kooperationspartner und die Plattform, die am besten zu Ihren funktionalen Anforderungen passen und Ihre NFRs aus technischer Sicht erfüllen. Definieren Sie ein geeignetes Evaluierungsverfahren, bei dem Sie sowohl funktionale Anforderungen (FR) als auch nicht-funktionale Anforderungen (NFRs) berücksichtigen. Dies kann durch einen definierten Proof of Concept geschehen, wenn mehr als ein DLT verfügbar ist. Ansonsten definieren Sie einen first Release mit einem kleineren Umfang. Verwenden Sie die Ergebnisse Ihrer Use Case-Analyse und bringen Sie die Ergebnisse in Ihre Bewertungsmatrix ein. Werkzeuge: FR/NFR-Kriterien, BPMN, Lösungsarchitektur, Lean Product Management

  1. Implementieren Sie Ihr Projekt

Stichwort Organisation: Entwerfen, implementieren und richten Sie Ihre Blockchain-Anwendung und -Netzwerke ein. Behalten Sie Ihren Ansatz über die Markt-Positionierung im Hinterkopf, definieren Sie klare Rollen und Regeln in punkto Infrastruktur, Entwicklungsumgebung, Programmiersprache, welche Digital Ledger Technologie? Task Management System, Implementierungsrichtlinien und How-To-Tutorials können helfen, das On-Boarding weiterer Team-Mitglieder zu erleichtern.

  1. Testen Sie Ihre Anwendung End-to-End

Stichwort Ergebnisanalyse: Testen und optimieren Sie Ihre Anwendung und Ihr Netzwerk. Definieren Sie Ihre Testfälle korrekt unter technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Rückbezug und Überprüfung der zuvor festgelegten Kriterien zur Erfolgskontrolle nach dem S.M.A.R.T. Prinzip. Werkzeuge: Q&A-Umfragen etc.

  1. Erfolge feiern und bereit sein für neue Use Cases

Stichwort Kommunikation: Das erfolgreiche Deployment und Service-Setup in der Produktionsumgebung liegt hinter Ihnen. Eine nachfolgende Planungssitzung ist vorgesehen. Feiern Sie Ihren Erfolg und kommunizieren Sie ihn! Planen Sie regelmäßige „Lessons Learned“-Sitzungen und sorgen Sie dafür, dass Sie die Ergebnisse festhalten. Planen Sie die Follow-up-Sitzung für die nächsten Schritte gründlich. Werkzeuge: Lessons Learned, Erfolgsgeschichten, Kanalkommunikation, Feiern.

Wo auch immer Sie aktuell stehen – der Gedanke an Blockchain ist nicht verschwendet und kann helfen, neue Chancen zu eröffnen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrem weiteren Vorgehen und freuen uns auf Ihre Ideen, Fragen, Anregungen oder Feedback.

Blockchain: Eine Antwort auf Ihre Frage nach zukunftsweisender Digitalisierung

Blockchain: Eine Antwort auf Ihre Frage nach zukunftsweisender Digitalisierung

Das Nachrichtenaufkommen zum Thema Blockchain steigt. Hauptsächlich liegt das am Wertwachstum verschiedener Kryptowährungen – allen voran Bitcoin – die eine Unterkategorie des Blockchain-Ökosystems darstellen, doch die Annahme “Blockchain gleich Bitcoin” ist bei Weitem zu kurz gedacht. Blockchain Technologie ist auch für zahlreiche andere Geschäftsprozesse außerhalb des Finanzsektors sehr nützlich. Einen ersten Eindruck, ob das Thema auch für Ihr Business von Relevanz ist, können Sie sich durch diesen Artikel verschaffen.

Blockchain als Puzzle: eine Visualisierung

Sie haben zwar schon von Blockchain gehört, aber bislang ist es in Ihrem Kopf nichts weiter als ein Buzzword aus der IT-Finanzbranche? Kein Problem. Wir brechen das Konzept auf ein im Alltag gebräuchliches Schema herunter.

Stellen Sie sich eine Blockchain als eine infinite Kette aus Puzzleteilen (Blöcke) vor. Diese Puzzleteil-Kette liegt nun nicht zentral an einem Ort, zu dem jeder Zugriff hat, sondern in der Cloud. Jeder, der nun ein Puzzleteil erstellt oder erworben hat, bekommt automatisch eine komplette Kopie dieser Kette für die lokale Speicherung auf seinem Rechner.

abstract image_people carrying puzzle peices_menschen die Puzzleteile tragen

Der Zusammenhang zwischen Form und der Inhalt der Puzzleteile ist essentiell. Vergleichbar mit der Abbildung auf einem Puzzleteil gibt es auch in jedem einzelnen Block Informationen, die darin gespeichert sind, z.B. Details einer Transaktion. Jeder Block bekommt einen individuellen ‘Hash’ zugeteilt, das ist im Grunde nichts weiter als ein Zahlen- und Buchstabencode, ein digitaler Fingerabdruck. Dieser Hash enthält zudem auch den Hash des vorherigen Blocks, woraus die Chain entsteht. Bei unserer Kette aus Puzzleteilen entspricht der Hash der jeweiligen Form der Teile, inklusive Einbuchtungen, Ausbuchtungen, Länge, Breite, etc. der Ränder. Diese sind prinzipiell so zugeschnitten, dass sie ineinander passen, also immer auch gleichzeitig die Form des vorherigen Puzzleteils enthalten.
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Darin liegt letzten Endes auch die Sicherheit der Blockchain begründet. Denn sobald jemand versuchen würde, den Inhalt eines Blocks zu manipulieren, verändert sich automatisch auch der Hash des Blocks und die Chain wäre unterbrochen. Das kann man sich so vorstellen, als würde man ein anderes Abbild auf das Puzzleteil malen, welches dann automatisch die Form verändert, sodass es nicht mehr in das nächste Teil passt. Dieses behält die alte Form bei und die Kette ist unterbrochen. Auf diese Weise werden Anomalien schnell entdeckt und können behoben werden.

Denn sobald ein Nutzer ein neues Puzzleteile an die Kette hinzufügen möchte, muss zuvor von jedem einzelnen Puzzler auf seinem Rechner geprüft werden, ob diese noch intakt ist. Ebenso gibt es bei Blockchain eine Peer-to-Peer Kontrolle und erst wenn diese von jedem Einzelnen als bestanden abgehakt wurde, darf der neue Block hinzugefügt werden.

Was sind die Vorteile von Blockchain?

  • Transparenz: Wenn auch anonymisiert – Transaktionen sind hier öffentlich einsehbar und das schafft eine nie dagewesene Dimension der Nachvollziehbarkeit hinzu. Jeder Geschäftsbereich ist in die Pflicht genommen, sich integer zu verhalten, sei das dem Wachstum des Unternehmens, seiner Gemeinschaft oder seinen Kunden gegenüber.
  • Sicheres und geschütztes Netzwerk: Als Archivierungssystem ist Blockchain weitaus sicherer als vergleichbare Systeme, da jede Information verschlüsselt und mit der vorherigen verknüpft ist. Blockchain wird, wie oben erklärt, anhand einer komplexen Kette mathematischer Zahlen durch ein dezentrales Netzwerk von Computern gebildet. Sie ist unveränderbar, sobald sie einmal existiert. Diese unveränderliche und unbestechliche Natur der Blockchain macht sie sicher vor gefälschten Informationen und Hacks.
  • Gesicherte Nachvollziehbarkeit: Jedes Mal, wenn beispielsweise ein Warenaustausch auf einer Blockchain aufgezeichnet wird, ist ein Prüfpfad vorhanden, um nachzuvollziehen, woher die Ware stammt. Dies hilft, die Authentizität zu überprüfen, eine Lieferkette vom Hersteller bis zum Vertreiber zu verfolgen, oder um einen unwiderlegbaren Eigentumsnachweis zu liefern.
  • Maßgeschneiderte Lösungen: Dadurch, dass Blockchain noch relativ jung auf dem Markt der Digitalisierungsmöglichkeiten dasteht, gibt es ein breites Spektrum an ständig neuen Lösungen für die verschiedensten Geschäftsbereiche. Das bietet großen Spielraum für Innovation und Wachstum.
  • Kostensparend: Mit der auf Blockchain basierenden Track & Trace-Technologie können Sie die Kosten auf Ihrer Seite senken und Gewinnmargen erhöhen, indem Sie Lieferketten bereinigen und im Wesentlichen den Herstellungsprozess von gefälschten Elementen und Umwegen befreien.

Experten-Tipp: Ziehen Sie Blockchain in Betracht? Schaffen Sie zunächst ein Bewusstsein und ein generelles Verständnis für den Wert und die Möglichkeiten von Blockchain. Besuchen Sie vorab einen Workshop, wenn Sie unsicher sind, ob Blockchain in Ihrer Branche oder Ihrem Unternehmen sinnvoll eingesetzt werden kann.

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Welche Herausforderungen warten auf Sie?

Ganz klar: Blockchain ist noch ein Baby in der IT-Welt. Zwar wächst es rapide und gewinnt zunehmend an Bedeutung, doch können auch Experten lediglich Versprechungen machen, die auf Erfahrungswerten statt auf Regelhaftigkeit basieren. Die Akzeptanzrate und Effektivität von Blockchain basieren auf Erkenntnissen aus der realen Anwendung. Niemand kennt das ganze Ausmaß der vorteilhaften oder nachteiligen Auswirkungen für jede neue Einführung, die vorgenommen wird. Die Ergebnisse können variieren und noch verfügt die Blockchain Technologie schlichtweg nicht über eine ausreichend große Stichprobengröße oder Daten zur Analyse, welche Prognosen mit hundertprozentigen Sicherheiten ermöglichen könnten. Doch es gibt Felder, wo es gute Chancen gibt, mit Blockchain die digitale Transformation voranzutreiben.

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Hier lässt sich die Blockchain Technologie einsetzen

Blockchain ist dort sinnvoll, wo Sie etwas unveränderlich archivieren möchten, sei es beim Thema Immobilien, Personenidentitäten, Qualitätsnachweise oder die Nachvollziehbarkeit beim Besitztumswechsel. Da geht es von den so genannten ‘Smart Contracts’ über eine Speicherung von vertraulichen Daten, sicheren Wahlen bis hin zur lückenlosen Dokumentation von Lieferketten.

Gerade bei letzterem Punkt tun sich große Möglichkeiten auf, wenn Herkunfts- nachweise von Gütern nötig sind, wie zum Beispiel auf dem Kunstmarkt. Die Anonymität und Nicht-Rückverfolgbarkeit sind häufig gewünscht, um die Privatsphäre von (Ver)Käufern zu gewährleisten. Die Blockchain bietet eine inhärente Lösung für dieses Bedürfnis, da die Identität des Besitzers der digitalen Brieftasche vertraulich bleibt. Ebenso sieht es aus bei der Nachverfolgung von Qualitätskriterien für die Erhaltung eines Transportguts (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, etc.) – gerade im Bereich Lebensmittel eine sinnvolle Technologie in Kombination mit beispielsweise IoT Technologie.

Der Wert von Blockchain in Industrie und Dienstleistung ist längst über das Thema Kryptowährung hinausgewachsen. Überaus erfolgreiche Beispiele zeigen, dass Blockchain als dezentrale Buchführung über Lieferketten, Geld oder vertrauliche Daten äußerst effiziente Lösungen für Unternehmen und die Gesellschaft bereithält.

Jana Bulkin, CEO von S2BConnected

 

Mit den sogenannten Smart Contracts eröffnet sich ein breites Spektrum der Möglichkeiten im Rahmen von Vertragsabschlüssen, wie beispielsweise eine Mietübereinkunft, ein Immobilienkauf oder auch die Urlaubsbuchung. All jene Bereiche, wo zwei Parteien einen Vertrag eingehen, bieten die Möglichkeit zur Nutzung von Smart Contracts, die um ein Vielfaches fälschungssicherer sind.

Nicht zuletzt ist jedoch auch der bereits erwähnte Finanzsektor mit der Kryptowährung zu erwähnen, der ungebundene Transaktionen außerhalb nationaler Währungseinheiten ermöglicht, somit Zwischenschritte einspart und eine sichere Abwicklung garantiert.

Blockchain: Die Antwort für jedes Unternehmen?

Auch wenn das alles erst einmal einleuchtend klingt, sollten Sie die Entscheidung für Blockchain Technologie nicht übereilt treffen. Sie ist branchenspezifisch mal mehr, mal weniger geeignet, beispielsweise im Baugewerbe oder Bergbau findet man nur schwerlich einen Mehrwert. Denn obwohl der Nutzen in einigen Teilbereichen sicher gegeben ist, so ist doch das Verhältnis zwischen den Gesamtkosten der Implementierung und dem Nutzen nicht lohnenswert.

Finden Sie die Strategie für Ihr Unternehmen

Bevor Sie sich für eine Strategie der Blockchain-Adaption entscheiden, sollten Sie sich über das Selbstbild Ihres eigenen Unternehmens klar werden: Wer sind wir und was wollen wir? Darauf lässt sich dann die Strategie aufbauen. Es gibt grundsätzlich 4 verschiedene Arten:

  1. Leader. Unternehmen, die bereit sind, ihre führende Position zu nutzen, um am Markt neue Standards für ihre Branche zu setzen.
  2. Disrupter. Unternehmen, die sich oft auf einem Markt präsentieren, um dessen Sicherheit sie sich nicht kümmern müssen, da sie nicht marktbeherrschend und in der breiten Öffentlichkeit praktisch unbekannt sind.
  3. Opportunisten. Unternehmen, die in der Regel abwarten, ihre Optionen abwägen und die am besten geeignete Technologie implementieren, wenn sie benötigt wird. Häufig sind sie aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage, den Leader-Ansatz zu übernehmen.
  4. Innovatoren. Unternehmen, die den Leader-Ansatz leicht übernehmen könnten, aber lediglich durch Innovationssuche oder der Verbesserung ihres aktuellen Geschäftsmodells oder ihrer Dienstleistungen motiviert sind.

Einen etwas detaillierteren Einblick erhalten Sie auch bei unserem Partner Morpheus Labs im Artikel Strategic Approaches to Adopting Blockchain. Im nächsten Schritt heißt es dann für Sie, Ihre Vorgehensweise zum Finden geeigneter Use Cases zu erstellen. Dieses Thema behandeln wir in unserem nächsten Artikel: Blockchain Use Cases: Ein 10-Schritte-Plan zur erfolgreichen Implementierung.

Wo das Jahrhundert der digitalen Vernetzung neue Möglichkeiten für die Organisation von Datenflüssen brachte, tut Blockchain dies für die Flüsse von Wertigkeit. Blockchain ist damit ein Muss für jeden Prozessverbesserer. Sollten Sie weitere Fragen oder Anregungen zum Thema haben, zögern Sie nicht, Kontakt aufzunehmen.